Brand vernichtet Haus

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Bei einem Großbrand in Plettenberg wurde ein Haus zerstört. Foto: Feuerwehr
Bei einem Großbrand in Plettenberg wurde ein Haus zerstört. Foto: Feuerwehr

Plettenberg –  Wieder hat ein Großbrand ein komplettes Haus zerstört. Mit dem Brand in Plettenberg im Märkischen Kreis in der Nacht zum Donnerstag (10. Dezember 2015) reißt die Reihe schwerer Einsätze für die Feuerwehren nicht ab. Erst in der Nacht zum Mittwoch (9.Dezember 2015) waren in Heide (Kreis Dithmarschen) gleich drei Häuser bei einem Großbrand vernichtet worden. Am zweiten Advent (6. Dezember 2015) kam ein 31 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Atemschutzunfall in Marne (ebenfalls Kreis Dithmarschen) ums Leben. Der Gruppenführer wurde offenbar beim Innenangriff von einer Durchzündung überrascht. In Stade brannte am Montag ein mit Stroh gedecktes Haus  ab.

Haus war nicht zu retten

Gegen 1.45 Uhr wurden am Donnerstag die Kräfte der Feuerwehr Plettenberg von der Leitstelle in Lüdenscheid zu einem Dachstuhlbrand in den Ortsteil Köbbinghausen alarmiert. Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte den Feuerschein erkennen. Vor Ort erkannte die Feuerwehr Plettenberg schnell, dass das Haus nicht mehr zu retten war. Teile des Dachstuhles waren schon eingestürzt.  Das Erdgeschoss stand  in Vollbrand. Die erste Vermutung darüber, dass sich noch Personen im Gebäude befinden, bestätigte sich nicht. Vielmehr galt, das Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Trupps unter Atemschutz im Innenangriff

Mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz gelang es im  Außen- und im Innenangriff nach kurzer Zeit, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Zur Brandbekämpfung von oben wurde auch die Drehleiter in Stellung gebracht. Parallel dazu wurde eine Löschwasserversorgung von einem Hydranten aus aufgebaut. Erst nach gut vier Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder in ihre Standorte einrücken. Die Einsatzstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt. Im Einsatz waren neben den hauptberuflichen Kräften die ehrenamtlichen Kräfte des Löschzuges 1, bestehend aus Löschgruppen Landemert und Stadtmitte, sowie der Löschzug 2 mit  den Löschgruppen Holthausen und Oestertal mit insgesamt knapp 50 Einsatzkräften. Der Sachschaden an dem Haus wird von der Polizei nach ersten Schätzungen auf  100.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.

Drei Häuser in Heide zerstört

Fest steht hingegen, dass der Brand in Heide von einem Feuerteufel gelegt wurde. Drei Häuser hat der Brandstifter auf dem Gewissen. Nach Bewertung aller  Aspekte muss definitiv von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen werden, so die Polizei. Andere Brandursachen, insbesondere ein technischer Grund, können demnach ausgeschlossen werden. Hinweise auf Täter und Motiv liegen nicht vor. Die Polizei ermittelt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Itzehoe mit Hochdruck. Zeugen wollen unmittelbar vor dem Brand einen Knall gehört haben. Einer von ihnen alarmierte die Bewohner und holte sie dem Gebäudekomplex. In dem Haus wohnten 16 Personen. Darunter 6 Flüchtlinge.

Technische Ursache in Marne

Auch nach dem Großbrand in Marne steht die Brandursache fest. Brandstiftung wird von der Polizei ausgeschlossen. Nach Auswertung aller Spuren rückt eine technische Brandursache in den Fokus der Ermittler, die letztlich zu dem tragischen Großbrand führte. Ein 31 Jahre alter Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Marne starb dabei im Innenangriff. Die Ermittlungen zu dem, was in dem Haus geschah, sind immer noch nicht abgeschlossen. Es muss noch das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchungen abgewartet werden, das in den nächsten Tagen erwartet wird. Hintergründe zum Atemschutzunfall von Marne und zum Feuerteufel von Stade

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