Einsatz bei sieben Meter Wellenhöhe

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Das Youtube-Video zeigt die "Hermann Marwede" auf Sturmfahrt. Foto: Screenshot AF/Youtube (Quelle)

Helgoland – Sturmtief „Niklas“  hat die Feuerwehren in Atem gehalten. Alle Schäden, die der Orkan hinterlassen hat, sind noch längst nicht beseitigt. Doch nicht nur auf dem Land mussten die Einsatzkräfte mit den Widrigkeiten des Sturms kämpfen. Ein spektakuläres Video der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zeigt jetzt, unter welchen Rauen Bedingungen die Besatzung des Senotrettungskreuzers „Hermann Marwede“ ausrücken musste. Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometer pro Stunde und und Wellenhöhen von bis zu sieben Metern kämpfte sich das Schiff am 31. März 2015 durch sein Einsatzgebiet – die Deutsche Bucht. Gefilmt wurde der größte deutsche Seenotkreuzer dabei aus einem Hubschrauber, der sich auf einem Übungsflug befand.

Die 46 Meter lange „Hermann Marwede“ ist rund um die Uhr einsatzbereit. Besetzt ist das Schiff mit sieben Seenotrettern – 15 sind auf der Station Helgoland in der Deutschen Bucht fest angestellt. Unterstützt werden sie von ebenso vielen Ehrenamtlichen. Die „Hermann Marwede“, deren Tochterboot den Namen „Verena“ trägt,  wurde 2003 gebaut.

Seit 150 Jahren Rettung aus Seenot

1865 gegründet feiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum. Die DGzRS gilt als einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Die Arbeit wird aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen finanziert. Die Flotte der DGzRS umfasst derzeit 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote, die rund um die Uhr auf der Nord- und auf der Ostsee einsatzbereit sind. Im Jahr 2014 kamen die Schiffe rund 2.200 Mal zum Einsatz. 768 Menschen wurden dabei nach Angaben der DGzRS aus Seenot und anderen Gefahren gerettet.

Über das Jubiläumsjahr informiert die Seite www.150-jahre-seenotretter.de.

Die Station Helgoland hatte in der inzwischen 150-jährigen Geschichte der DGzRS schon immer eine besondere Bedeutung. Auf der Insel waren in dieser Zeit von jeher besonders leistungsfähige Seenot-Rettungseinheiten stationiert. In unmittelbarer Nähe Helgolands, also mitten im Einsatzgebiet der „Hermann Marwede“, verlaufen heute die Großschifffahrtswege von und zum sogenannten „nassen Dreieck“ der Mündungen von Jade, Weser und Elbe. Dabei handelt es sich um das am stärksten befahrene Seegebiet der Welt.                                                                                                                                                         Mehr Informationen unter www.seenotretter.de

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