Feuer in Stade zerstört komplettes Haus

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Der Brand des Reetdach-Hauses in Stade wurde auch über Drehleitern bekämpft. Foto: Polizei Stade
Der Brand des Reetdach-Hauses in Stade wurde auch über Drehleitern bekämpft. Foto: Polizei Stade

Stade – Vermutlich auf das Konto von Brandstiftern geht ein Großbrand in Stade am vergangenen Wochenende. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer, bei dem ein mit Reet gedecktes Haus komplett zerstört wurde, vorsätzlich gelegt worden ist. Die Untersuchungen an und in der Ruine gestalten sich für die Ermittler äußerst kompliziert. Am Montag haben sich Brandexperten der Polizeiinspektion Stade einen ersten Eindruck verschafft und erste Befragungen der Eigentümer durchgeführt. „Weil das Haus aber durch das Feuer und die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr vollständig zerstört wurde, sind weitere Untersuchungen in der Brandstelle nicht erfolgversprechend und können den Beamten bei ihren Ermittlungen nicht weiter helfen“, so ein Sprecher der Polizei in Stade.

Vollalarm für Feuerwehr Stade

Das Feuer wurde am Samstag bemerkt. Am frühen Morgen wurde der Feuerwehr und der Polizei kurz nach 6 Uhr eine Rauchentwicklung an einem Reetdachhaus in der Harburger Straße in Stade gemeldet. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang dichter Qualm aus dem Dachstuhl des   leer stehenden Gebäudes. Kurze Zeit später schlugen Flammen aus dem Dach und griffen auf das gesamte Gebäude über. Neben beiden Zügen der Feuerwehr Stade wurden zusätzlich die Ortsfeuerwehren  Bützfleth, Hagen und Wiepenkathen sowie die Löschgruppe Bützflether Moor alarmiert. Insgesamt 150 Feuerwehrleute waren zu Spitzenzeiten im Einsatz.

Feuerwehr verhindert Übergreifen

Trotz der massiven Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz und über zwei Drehleitern konnte das 15 mal 10 Meter große, unter Denkmalschutz stehende Haus nicht gehalten werden. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr konnte mit einem massiven Löschangriff aber verhindern, dass der Brand auf benachbarte, zum Teil auch reetgedeckte Häuser übergreifen konnte. Vorsichtshalber wurden aus einem Nachbarhaus mehrere Bewohner von Polizisten und Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner  Anwohner in dem Stadtteil aufgefordert wurden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Haus stand kurz vor dem Verkauf

Mit einem Bagger musste schließlich die Brandruine auseinander genommen werden, damit alle Brandnester mit Löschschaum abgedeckt und damit endgültig abgelöscht werden konnten. Die Harburger Straße musste für die Zeit der Löscharbeiten, die derzeit noch andauern im Bereich der Brandstelle voll gesperrt werden, der Verkehr wurde durch die Polizei mit Unterstützung durch die Feuerwehr und die kommunalen Betriebe Stade örtlich umgeleitet. Zu größeren Behinderungen kam es dabei aber nicht. Das abgebrannte Haus stand kurz vor dem Verkauf und der Übergabe an eine Stiftung, die das Gebäude mit Spendenmitteln sanieren und erhalten wollte. Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf mindestens 50.000 Euro belaufen.

Brand schon im August

Bereits am 9. August dieses Jahres hatte es in dem Haus gebrannt. Auch damals war Brandstiftung die Ursache. Ein bisher unbekannter Täter hatte von außen versucht, das Reet des Daches in Brand zu setzten. Damals war es dem schnellen Einsatz eines zufällig vorbeikommenden Passanten, den ersten Polizeibeamten, und schließlich der Feuerwehr Stade zu verdanken, dass der Brand rechtzeitig gelöscht werden konnte, bevor das Haus vollständig in Flammen stand. In dem Fall konnte bisher kein Brandstifter ermittelt werden. Ob beide Feuer miteinander in Verbindung stehen, ist nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

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