Feuerwehr im Fernsehen: ZDF zeigt neue Filmreihe

Das ZDF zeigt in einer neuen Filmreihe die Arbeit der Feuerwehr im Fernsehen. Doch auf eine Doku oder einen Imagefilm warten wohl viele vergebens.

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Angie (Sylta Fee Wegmann, links) und Marie (Christine Eixenberger.) treten ab 20. November für die Feuerwehr im fernsehen beim ZDF als neue Feuerwehrfrauen an. Foto: ZDF
Angie (Sylta Fee Wegmann, links) und Marie (Christine Eixenberger.) treten ab 20. November für die Feuerwehr im fernsehen beim ZDF als neue Feuerwehrfrauen an. Foto: ZDF

Mainz – Im Einsatz mit der Feuerwehr im Fernsehen: Am 20. und 27. November 2016, jeweils 20.15 Uhr, zeigt das ZDF Feuerwehr ganz nah in den ersten beiden Filmen der neuen „Herzkino“-Reihe „Marie fängt Feuer“. Im Zentrum steht die junge Marie, die als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wildegg alles unternimmt, um ihren Mitmenschen zu helfen.

Starkes Ensemble mit Wolfgang Fierek

Neben Christine Eixenberger als Marie sind Stefan Murr, Saskia Vester, Wolfgang Fierek und Katharina Müller-Elmau zu sehen. Auch Sylta Fee Wegmann ist dabei. Regie führte Edzard Onneken, die Drehbücher schrieben Klaus Henrik, Michael Kenda und Marie-Helene Schwedler.

Ein Leben zwischen Einsätzen. Das ist nicht nur für mehr als eine Million Deutsche Alltag in ihrem Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr, sondern auch für ihre Familien. Denn sobald der Pieper losgeht müssen sie alles stehen und liegen lassen, um zu helfen.

Helfen, für andere da sein, das ist ein wichtiger Teil für viele Menschen. Denn was bedeutet Familie eigentlich anderes? Solidarisch zu sein mit Menschen, die man liebt, auf die man sich verlassen kann. Dieses Urvertrauen entwickelt sich in frühester Kindheit und ermöglicht uns auch später, uns fallen zu lassen, Geborgenheit zu erleben, eine Heimat zu fühlen.

Heimat, das mutet uns fast schon nostalgisch an heutzutage und ist doch so elementar. Heimat ist Geborgenheit, ist ein (heimlicher) Sehnsuchtsort und damit ein Thema, mit dem sich unsere neue Herzkino-Reihe „Marie fängt Feuer“ in den verschiedensten Facetten auseinandersetzt.

Freiwillige Feuerwehr vor Schließung

Marie ist das Zentrum der Reihe, ihr Dreh- und Angelpunkt. Eine allein erziehende Mutter, die an ihrer eigenen kleinen Patchwork-Familie arbeitet. Eine, die sich immer auf ihre Eltern verlassen konnte, die selbstbewusst als Assistentin der Bürgermeisterin mitten im Leben steht. Marie sucht das Glück – aber nicht nur für sich selbst. Marie kann die Augen nicht verschließen, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird und rettet so, gemeinsam mit ihrer Freundin Angie, die freiwillige Feuerwehr von Wildegg vor der Schließung. Von da an ist jeder Einsatz der Feuerwehr ein neuer Startschuss für Marie.

Die freiwillige Feuerwehr hilft Freunden, Bekannten, Nachbarn, denn sie ist tief verwurzelt in ihrer Gemeinde. Und so erleben die Einsatzkräfte ihre Wildegger in Krisensituationen, die manchmal ausweglos erscheinen. Doch während die Kollegen nach den Einsätzen wieder zurück in ihren Alltag tauchen, klingen sie bei Marie nach. So lässt sie sich ins Leben der anderen Menschen hineinziehen und schafft es, dass es den Menschen wieder besser geht. Als wäre sie eine Art Katalysator.

Marie ist keine Einzelkämpferin, sie ist ein Teamplayer. Sie ist sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst. Ihre Einfühlsamkeit lässt sie immer auch die andere Seite sehen. Und so schafft sie den Perspektivwechsel zum Positiven, der oft den Schlüssel zur Lösung bereithält. Und ihre Mitmenschen? Die lassen sich mitreißen von ihrer Energie und von ihrem Humor.

So tritt diese Reihe an wie ihre Titelheldin Marie. Die Filme erzählen mit einer lebendigen Mischung von Ernst und Leichtigkeit vom wirklichen Leben. Sie holen im Alltag ab, aber auch sie wollen den „Perspektivwechsel“ vollführen und den Zuschauer in eine der schönsten Ecken Bayerns entführen und unterhalten.

Und wer könnte diese Marie besser verkörpern als Christine Eixenberger, die in ihrer ersten Rolle ihr großes Talent ausspielen kann. Die erfolgreiche bayerische Kabarettistin versteht es, mit ihrem Humor zu trumpfen und uns mit ihrer Natürlichkeit um den Finger zu wickeln. Man schaut ihr beim Spielen zu, und das Herz geht auf.

Egal ob sie mit Kindern agiert oder mit ihren großartigen Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie ein starkes Ensemble bildet. Sei es Saskia Vester, Stefan Murr und Wolfgang Fierek als ihre Familie, oder Katharina Müller-Elmau, die die Bürgermeisterin verkörpert, bis hin zur besten Freundin, dargestellt von Sylta Fee Wegmann, oder Gabriel Raab als Polizist und Feuerwehrmann.

Feuerwehr im Fernsehen ohne Superheldin

„Marie fängt Feuer“ will in eine Welt einladen, auf die man sich freut. Eine Welt, in der es viel zu entdecken gibt. Menschen, die man mag – und Geschichten, die einen zum Lachen bringen, und manchmal auch ein bisschen zum Weinen. Menschen und Geschichten, die berühren, weil das Leben mit seinen Höhen und Tiefen auch zwischen zwei Einsätzen nie bloß Alltag ist. Marie ist keine Superheldin, aber eine Frau, die brennt für ihre Arbeit. Wie all die anderen Ehrenamtlichen bei der freiwilligen Feuerwehr im Fernsehen oder in der Realität.

Nicht nur das macht Wildegg zu einer Welt im Hier und Jetzt. Eine Welt in die man hoffentlich immer wieder gerne eintaucht – immer wieder für 90 Minuten.

Feuerwehr im Fernsehen: Ernst (Wolfagng Fierek, 2.v.r.) delegiert seine Mannschaft um Marco (Gabriel Raab, 2.v.l.), Berti (Konstantin Moreth, 3.v.l.) und Gerhard (Ferdinand Dörfler, r.) in der neuen ZDF-Reihe "Marie fängt Feuer". Foto: ZDF
Feuerwehr im Fernsehen: Ernst (Wolfagng Fierek, 2.v.r.) delegiert seine Mannschaft um Marco (Gabriel Raab, 2.v.l.), Berti (Konstantin Moreth, 3.v.l.) und Gerhard (Ferdinand Dörfler, r.) in der neuen ZDF-Reihe „Marie fängt Feuer“. Foto: ZDF

1 KOMMENTAR

  1. Naja, die Handlung an sich war ja ned schlecht, aber das die Regisseure immer so maßlos übertreiben müssen nur weil es dramatisch sein soll ist katastrophal! Bei der Rettung am Dach wäre man in der Realität viel näher hingefahren um ein gefahrloses Übersteigen zu ermöglichen. Dann wird mit einem TLF ausgerückt, mit einem LF 8 die Einsatzstelle erreicht und dann wieder mit einem TLF eingerückt, wie blöd ist das denn. Oder das unrealistische Geschreie an den Einsatz- und Übungsstellen geht gar nicht!
    Schade, wenn man sich endlich mal dazu entschliessen könnte, realistischer zu drehen, ohne diese aufgesetzte Dramatik und Action, dann würde man auch schöne Filme die über das Feuerwehrwesen handeln hinbekommen. Aber so, setzten „SECHS“!!! Ihr Regisseure, fragt die echten Feuerwehrkameraden und lasst sie es machen, das ist tausendmal besser als euer „Verkünstelei“!!! Einfach mal wie im richtigen Leben, mehr nicht!!!

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