Ratingen – Der Feuerwehr-Imagefilm hat sich als Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit in den Feuerwehren etabliert. Jetzt nutzt auch der Nachwuchs die Möglichkeit, ein breites Publikum etwa im Internet als YouTube-Video zu erreichen. In Ratingen hat sich der Feuerwehrnachwuchs jetzt an ein solches Projekt gewagt. Im März 2017 soll der Imagefilm der Jugendfeuerwehr Ratingen vor 400 Feuerwehrleuten Premiere haben.

Darum kommt der Imagefilm richtig

Die Idee zum Feuerwehr-Imagefilm hatten die Jugendfeuerwehrmitglieder Bastian und Tobias vor einigen Monaten. Die beiden 13-Jährigen fragten ihre Betreuer: „Können wir nicht einen Imagefilm für die Jugendfeuerwehr drehen?“ Die Reaktion war eindeutig, der Vorschlag wurde angenommen und ließ sich mit dem Vorhaben kombinieren, jüngere Nachwuchskräfte aufzunehmen. Die Jugendfeuerwehr Ratingen unter Stadtjugendfeuerwehrwart Robin Kürten ändert 2017 die Aufnahmeregeln: „Wir wollen demnächst auch Kinder ab zehn Jahre aufnehmen.“

Der Film soll nun bei der Nachwuchsgewinnung eine ganz besondere Rolle spielen. „Wir wollen zeigen, dass die Jugendfeuerwehr ein spannendes und interessantes Hobby für Kinder und Jugendliche ist“, sagt der 17-jährige Richard, der mit den beiden 13-Jährigen und dem 17-jährigen Marvin die Planungen übernahm. Die Idee für eine Rahmenhandlung war schnell gefunden.

Profis unterstützen beim Feuerwehr-Imagefilm

Vieles stellte sich aber als nicht realisierbar heraus. „Wir haben maximal zwei Minuten Zeit, unsere Botschaft zu transportieren. Da müssen die Bilder schnell wirken, die Inhalte dürfen nicht zu kompliziert sein. Und vor allem darf keine Langeweile aufkommen“, sagt Daniel Oberbanscheidt. Der Kameramann, der unter anderem das Jugendfilmfestival Ratinale verantwortet, war sofort bereit, mit seinem Team die Jugendfeuerwehr Ratingen zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende wurde dann rund um die Hauptwache der Feuerwehr Ratingen am Voisweg gedreht. Weil die Feuerwehr kein Schönwetter-Hobby ist, lief die Kamera auch im Freien. Es wurden Schläuche gerollt, Löschangriffe aufgebaut – und immer wieder hieß es zwischendurch „Stopp, so bleiben!“. Die Kameraleute hatten etwas gesehen, was sie spontan als Großaufnahme einfangen wollten.

Premiere vor 400 Feuerwehrleuten

„Ich hätte nicht gedacht, dass man für so einen kurzen Film so viel Material braucht“, sagt Tobias. Er wird nun mit seinen drei Kollegen und den Film-Profis an die Schneidearbeiten gehen. Das Ziel ist klar: Zur Wehrversammlung Anfang März im Stadttheater Ratingen muss alles fertig sein.  Dann hat der Film vor zahlreichen Gästen aus der Politik und rund 400 Feuerwehranleuten „Weltpremiere“.

„Die Jugendfeuerwehr ist die Basis für unsere tägliche Arbeit. Hierüber können wir Mädchen und Jungen sowohl für den Weg als Berufsfeuerwehrleute begeistern oder sie langfristig für den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr gewinnen“, sagt Ratingens Feuerwehrchef René Schubert. Begeistert von dem Engagement der Jugendlichen vor und hinter der Kamera zeigte sich auch Thomas Tremmel, der stellvertretende Chef der Feuerwehr. Er besuchte die Dreharbeiten: „Ich habe großen Respekt vor dem, was die jungen Leute da auf die Beine gestellt haben und bin sehr stolz darauf.“

Der Feuerwehr-Imagefilm soll nach der Premiere als Werbefilm eingesetzt werden. Bleibt nur noch die Frage, worum wird es nun in dem Film genau gehen? Da lassen sich die jugendlichen Macher nicht in die Karten schauen: „Um die Jugendfeuerwehr. Alles andere verraten wir nicht.“

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