Oberhausen – Tiefe Trauer bei der Feuerwehr Oberhausen. Er hat es nicht geschafft: Zehn Tage nach einem Unfall mit Starkstrom in Oberhausen ist ein 43 Jahre alter Feuerwehrmann gestorben. Er erlag nach Angaben der Westfälische Allgemeinen Zeitung  seinen schweren Verbrennungen. Der Korb der Drehleiter, in dem der Mann gestanden hatte, war gegen eine Stromleitung geraten. Der Feuerwehrmann aus Oberhausen hinterlässt eine Frau und zwei Kinder im Alter  von einem und 8 Jahren. Auch sein Kollege, der die Drehleiter von unten steuerte, hatte den Stromschlag abbekommen.

Eigentlich harmloser Einsatz

Der Unfall ereignete sich bei einem Einsatz in der Nacht zum 1. Oktober dieses Jahres. Anwohner der Rheinischen Straße in Oberhausen hatten gegen 1 Uhr Rauch auf einem Firmengelände bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Es war eigentlich ein harmloser, kleinerer Brand. Aber die Feuerwehr hatte keine freie Sicht auf das Gelände. Um über die Lärmschutzwand zu schauen, musste ein Feuerwehrmann im Drehleiterkorb einige Meter in die Höhe fahren. Eigentlich Routine. Doch dabei touchierte der Korb ein 110.000-Volt-Kabel.

Bewusstlos im Korb der Drehleiter

Der Maschinist der Drehleiter konnte von seinen Kameraden des Rettungsdienstes zügig ins Krankenhaus gebracht werden. Aber bei seinem Kollegen im Korb dauerte es wesentlich länger, bis er gerettet werden konnte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten nach dem Eigenunfall erst das Stromkabel erden, um nicht selbst in Gefahr zu geraten. Der Verletzte blieb über Stunden bewusstlos im Korb der Drehleiter liegen. Erst dann konnte er ins Krankenhaus gebracht werden. Es ist laut der Stadt Oberhausen der erste tödliche Unfall in der Geschichte der Feuerwehr Oberhausen. Alle Fahrzeuge der Feuerwehr fahren laut einem Stadtsprecher jetzt eine Woche lang mit Trauerflor – als Zeichen der Trauer und Anteilnahme.

Beileid auf Seite der Feuerwehr Oberhausen

Zum genauen Hergang und den Umständen, die zu dem tragischen Unfall führten, ermittelt nun die Kriminalpolizei. Unterdessen drücken viele Feuerwehrleute, Angehörige von Rettungsdiensten und dem THW sowie sogar die Polizei ihr Beileid auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Oberhausen aus.

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