Feuerwehr-Unfall: Pizzataxi kracht in Rüstwagen

Die Feuerwehr Bad Oeynhausen ist in einen schweren Feuerwehr-Unfall verwickelt worden. Ein Pizzataxi krachte auf einer Einsatzfahrt in den Rüstwagen.

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Ein Rüstwagen ist in Bad Oeynhausen bei einem Feuerwehr-Unfall mit einem Pizzataxi kollidiert. Der Pizzafahrer wurde schwer verletzt. Er hatt an der Ampel grün. Foto: Polizei
Ein Rüstwagen ist in Bad Oeynhausen bei einem Feuerwehr-Unfall mit einem Pizzataxi kollidiert. Foto: Polizei

Bad Oeynhausen – Ein Rüstwagen (RW) der Feuerwehr Bad Oeynhausen ist auf einer Einsatzfahrt in einen schweren Feuerwehr-Unfall verwickelt worden. Ein Pizzataxi krachte mit voller Wucht in das Einsatzfahrzeug. Der Fahrer des RW hatte das Fahrzeug zuvor langsam mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn bei rot in eine Kreuzung manövriert. Dabei kam es zum Unfall mit dem Pizzataxi. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt.

Ampel zeigt vor Feuerwehr-Unfall für Rüstwagen rot

Der Eigenunfall ereignete sich auf der Eidinghausener Straße/Werster Straße in Bad Oeynhausen. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei befand sich der Rüstwagen der Feuerwehr Bad Oeynhausen auf einer Einsatzfahrt und war  mit Blaulicht und Martinshorn auf der Eidinghausener Straße in nördliche Richtung unterwegs. Er fuhr langsam bei Rotlicht in den Kreuzungsbereich zur Werster Straße hinein. Dabei und kollidierte der RW mit dem Pizzataxi, das bei grün die Werster Straße in östliche Richtung befuhr.

Der 20-jährige Fahrer zog sich dabei schwere Verletzungen zu und wurde nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der 36-jährige Fahrer des Rüstwagens blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 22.000 Euro. Die Unfallstelle wurde für fast zwei Stunden voll gesperrt.

War Pizzabote unaufmerksam?

Ob der Fahrer des Pizzataxis das Feuerwehrfahrzeug rechtzeitig hätte wahrnehmen und reagieren können, muss nun bei den weiteren Ermittlungen geklärt werden. Grundsätzlich ist zunächst derjenige verantwortlich, der bei Rot in eine Kreuzung einfährt. Auch bei einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn muss sich der Fahrer des Einsatzfahrzeuges zunächst vergewissern, ob der übrige Verkehr tatsächlich anhält, bevor er das sogenannte „besondere Wegerecht““ in Anspruch nimmt und eine Kreuzung bei Rot überquert.

§ 38 Sonderrechte und Wegerechte

(1) Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten. 

Es ordnet an:

„Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“.

(2) Blaues Blinklicht allein darf nur von den damit ausgerüsteten Fahrzeugen und nur zur Warnung an Unfall- oder sonstigen Einsatzstellen, bei Einsatzfahrten oder bei der Begleitung von Fahrzeugen oder von geschlossenen Verbänden verwendet werden.

(3) Gelbes Blinklicht warnt vor Gefahren. Es kann ortsfest oder von Fahrzeugen aus verwendet werden. Die Verwendung von Fahrzeugen aus ist nur zulässig, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, vor ungewöhnlich langsam fahrenden Fahrzeugen oder vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher Breite oder Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung zu warnen.

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