Freiwillige Feuerwehr Köln: Wärmebildkameras für alle Löschgruppen

Die Stadt Köln investierte rund 111.000 Euro für die neuen Geräte. Video auf Youtube zeigt richtigen Einsatz einer Wärmebildkamera.

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Alle Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln verfügen jetzt über eine Wärmebildkamera. Foto: Feuerwehr Köln
Alle Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln verfügen jetzt über eine Wärmebildkamera. Foto: Feuerwehr Köln

Köln – Alle 24 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln sind ab sofort mit Wärmebildkameras ausgestattet. Die Stadt Köln investierte rund 111.000 Euro für die neuen Geräte. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur notwendigen technischen Anpassung der freiwilligen Feuerwehren in Köln an die Berufsfeuerwehr der Rheinmetropole Köln umgesetzt.

Alle 24 Einheiten der freiwilligen Feuerwehr wurden im Vorfeld mit der Wärmebildtechnik und den neuen Geräten vertraut gemacht. Eine der Wärmebildkameras kam bereits kurz danach bei der Löschgruppe Porz-Libur zum Einsatz.

Der Direktor der Berufsfeuerwehr Köln, Johannes Feyrer, begrüßt diese längst erforderliche Anschaffung für die Freiwillige Feuerwehr Köln: „Eine wichtige Investition in die Sicherheit für die Bevölkerung, aber auch für unsere Einsatzkräfte. Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner müssen über die gleiche technische Ausstattung verfügen wie die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr“, sagte der Feuerwehrchef. Im Einsatz gebe es keinen Unterschied zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten qualifizierte Hilfe, die gleichermaßen von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr geleistet wird“, sagte Feyrer.

Feuerwehrchef Feyrer erinnerte an einen Unfall in der Silvesternacht 2016, bei dem drei Angehörige der Feuerwehr Köln bei einem Brandeinsatz in einer Porzer Tiefgarage zum Teil schwer verletzt wurden. „Auch die Sicherheit für unsere Einsatzkräfte wird durch die neuen Wärmebildgeräte erhöht, da sie bei Verlust der Orientierung den Rückzugsweg zeigen“, so Feyrer.

Der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Köln, Peter Christen, ergänzt: „Es ist sehr wichtig, dass auch die Freiwillige Feuerwehr Köln gleichwertig mit der Berufsfeuerwehr ausgestattet ist. Oftmals sind die Löschgruppen, insbesondere in den eher ländlich geprägten Randbezirken, als erste Kräfte am Einsatzort und können dann schon mit den Wärmebildkameras tätig werden.“

Die Wärmebildtechnik gehört heute zum Ausstattungsstandard der Feuerwehren. Bevor diese Technik zur Verfügung stand, konnten Personen oft nur durch langwieriges Absuchen gefunden werden. Dass in solchen Situationen jede Sekunde zählt, erklärt sich von selbst. Durch die Wärmebildtechnik ist es möglich, Personen an ihrer Silhouette gut und umgehend zu erkennen, um dann eine gezielte Rettung einzuleiten. So können wichtige Sekunden – je nach Dimension der Einsatzstelle auch Minuten – gewonnen werden.

Bereits seit 2002 werden bei der Berufsfeuerwehr Köln Wärmebildkameras auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt. Mit ihnen können vermisste Personen insbesondere in solchen Bereichen gesucht werden, in denen dichter Brandrauch die Sicht erheblich einschränkt.

 

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