Geburt auf dem Gehweg: Feuerwehr hilft Baby in Bochum auf die Welt

Ida Sophie kommt auf einem Gehweg zur Welt. Feuerwehrleute werden dabei unfreiwillig zu Geburtshelfern.

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Ida Sophie hatte es in Bochum eilig. Feuerwehrleute wurden zu ihren Geburtshelfern - auf dem Gehweg. Foto: Feuerwehr Bochum
Ida Sophie hatte es in Bochum eilig. Feuerwehrleute wurden zu ihren Geburtshelfern - auf dem Gehweg. Foto: Feuerwehr Bochum

Bochum – Es gibt Orte, die freilich behüteter und gemütlicher sind, um ein Kind auf die Welt zu bringen als das Pflaster eine Gehwegs in deiner Großstadt. Doch manchmal haben es die Kleinsten eben sehr eilig. Das musste jetzt auch die dreiköpfige Besatzung eines Rettungswagens (RTW) der Feuerwehr Bochum erfahren. Unfreiwillig wurden die Retter zu Geburtshelfern. Auf einem Gehweg in Bochum halfen sie der kleinen Ida Sophie auf die Welt. Das Mädchen und dessen Mutter sind trotz der widrigen Geburtsumstände wohlauf.

Der Einsatz wird der Besatzung des Rettungswagens wohl lange in Erinnerung bleiben.  Kurz vor 10.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Zeppelinstraße nahe des Bochumer Stadtparks alarmiert. Eine Schwangere in Erwartung ihres ersten Kindes hatte kurz zuvor den Notruf gewählt, weil bei ihr die Wehen eingesetzt hatten. Den Weg in die nahe Augusta-Krankenanstalt traute sie sich alleine aber nicht mehr zu.

Gehweg-Geburt in Bochum: Fruchtblase geplatzt

Der Rettungswagen der Feuerwehr Bochum machte sich vom St.-Josef-Hospital auf den Weg zu der Frau. Die Besatzung, ein angehender Brandmeister und zwei Rettungsdienstangestellte, traf dort nur wenige Minuten später ein. Allerdings war inzwischen Eile geboten: Die Fruchtblase der Schwangeren war geplatzt. Die Wehen kamen in kurzen Abständen. Doch weiter als bis vor die Haustür des Mehrfamilienhauses kamen die werdende Mutter und die Retter nicht.

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Nach nur einer weiteren Wehe erblickte Ida Sophie noch auf dem Bürgersteig das Licht der Welt. In den Armen eines der Rettungsassistenten wurde das rosige und bereits lauthals schreiende Kind abgenabelt und in eine warme Decke gehüllt. Kurz darauf traf auch die ebenfalls verständigte Hebamme der Familie, die auf dem Weg zur werdenden Mutter im Stau gestanden hatte, am Einsatzort ein. Gemeinsam mit der der Besatzung des RTW wurden Mutter und Kind in den vorgewärmten Rettungswagen gebracht und in das Krankenhaus transportiert. Dort untersuchten Kinderärzte die kleine Ida Sophie und ihre Mutter mit der freudigen Diagnose: Trotz der widrigen Geburtsumstände waren beide wohlauf.

 

Am nächsten Tag kam es noch einmal zu einem Wiedersehen zwischen der RTW-Besatzung und den jungen Eltern sowie deren Tochter. Mit einem Kuscheltier als Geschenk für die kleine Ida Sophie ließen es sich zwei der Bochumer Kollegen nicht nehmen, den beiden Eltern noch einmal in Ruhe zu gratulieren und sich zu vergewissern, dass sich alle von der dramatischen Geburt erholt hatten.

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