Glatteis: Feuerwehren durch Blitzeis in Unfälle verwickelt

Im Chaos durch das Glatteis wurden auch Feuerwehren in Unfälle verwickelt. Knapp einer Katastrophe entgingen dabei die Kameraden der Feuerwehr Oyten.

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Ein Pkw krachte bei Glatteis auf der A1 in den Rüstwagen der Feuerwehr Oyten. Das Einsatzfahrzeug ist wie ein ebenfalls betroffener ELW nicht mehr einsatzbereit. Foto: Feuerwehr Oyten
Ein Pkw krachte bei Glatteis auf der A1 in den Rüstwagen der Feuerwehr Oyten. Foto: Feuerwehr Oyten

Mülheim an der Ruhr/Oyten – Glatteis hat auf vielen Straßen und Autobahnen in Deutschland für Chaos und reichlich Arbeit für die Feuerwehren gesorgt. Die Einsatzkräfte waren aber auch selbst betroffen. In Mülheim an der Ruhr rutschte ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) wegen des Blitzeises von der Straße in ein Gebüsch. Knapp an einer Katastrophe schlitterten die Kameraden aus Oyten auf der Autobahn 1 vorbei. Ein Auto krachte in den Rüstwagen, der eine Unfallstelle absicherte.

Lage auf der A1 völlig unübersichtlich

Auf dem Abschnitt der A1 zwischen Oyten und Posthausen kam es am Samstag durch Blitzeis zu zahlreichen Unfällen. Nieselregen sorgte schlagartig für Blitzeis auf den Fahrbahnen. Polizei und Feuerwehr hatten es laut dem Nachrichtenportal Nonstoppnews schlagartig mit zehn Unfallstellen, etlichen Verletzten und mindestens 20 beschädigten Autos zu tun. Die Lage war für die Einsatzkräfte zeitweise völlig unübersichtlich. Teilweise mussten Feuerwehrleute von einer abgearbeiteten Einsatzstelle zum nächsten Einsatz zurücklaufen, weil es dort zu einem neuen Unfall kam.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Oyten war auf der A1 im Einsatz. Dabei wurden die Kameraden selbst in einen Unfall verwickelt. Die  Einsatzkräfte sicherten auf Höhe der Raststätte Grundbergsee einen Unfall ab. Mit mehreren Blitzleuchten, 2 Fahrzeugen mit Blaulicht und Warnanlagen wurde die Fahrspur gesperrt.

So entgeht die Feuerwehr der Katastrophe

Doch unachtsamer Autofahrer, der laut Feuerwehr mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war, rammte mit seinem Audi erst den ELW (VW Crafter) und dann den tonnenschweren Rüstwagen. 3 Insassen des Pkw und ein Feuerwehrmann wurden leicht verletzt. Sie mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die 5 Kameraden vor Ort haben offenbar viel Glück gehabt. Sie standen an der Front des Rüstwagens, als es am Heck krachte. Die beiden Feuerwehrfahrzeuge sind nicht mehr einsatzbereit.

In Mülheim an der Ruhr kam es Samstagabend witterungsbedingt zu einem erhöhten Einsatzaufkommen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Es gab mehrere Verkehrsunfälle im Stadtgebiet und auf der Autobahn A40. Bei den Unfällen gab es drei leicht verletzte Personen.

Die Rettungswagen der Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen mussten jedoch mehrere Einsätze unter dem Stichwort „Gestürzte Person“ bewältigen. Ein Notarzteinsatzfahrzeug kam dabei mit Schrittgeschwindigkeit von der Fahrbahn ab und landete in einem Gebüsch. Der Rettungsassistent und der Notarzt kamen mit dem Schrecken davon. Das Fahrzeug musste mit einer Seilwinde geborgen werden.

Glatteis sorgt in Hamburg für Ausnahmezustand

Auch in Hamburg herrschte bei der Feuerwehr Ausnahmezustand. In der Zeit von 10 bis 21 Uhr wurden durch die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg 392 Wetter-Einsätze disponiert und von den Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg und den Hilfsorganisationen abgearbeitet.

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