Großbrand: Feuerteufel von Stade schlägt wieder zu

0
Wieder hat der Feuerteufel in Stade zugeschlagen. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Foto: Polizei Stade
Wieder hat der Feuerteufel in Stade zugeschlagen. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Foto: Polizei Stade

Stade – Der Feuerteufel von Stade hat wieder zugeschlagen und lässt die Feuerwehr nicht zur Ruhe kommen: Innerhalb weniger Tage ist zum zweiten Mal ein mit Stroh gedecktes Haus in Flammen aufgegangen und komplett angebrannt. Und das auch noch in der selben Straße. Nach dem Großbrand am 28. November 2015 brannte am Montag (8. Dezember 2015) gegen 8.40 Uhr das Dach eines weiteres Hauses in der Harburger Straße. Das war ebenfalls mit Reet gedeckt. An Zufall glaubt in Stade längst niemand mehr. Die Kriminalpolizei ermittelt auf Hochtouren nach dem Feuerteufel.

Massiver Einsatz im Innenangriff und über Drehleitern

Zeugen, die in der Nachbarschaft des Hauses zu tun hatten, bemerkten kurz nach 8.30 Uhr den Qualm an dem Reetdachhaus in der Harburger Straße. Sofort alarmierten sie  Feuerwehr und Polizei.  Als die ersten Einsatzkräfte kurze Zeit späte eintrafen, stand der Dachstuhl des  25 mal 15 Meter großen, vor 1880 gebauten, ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Den Feuerwehrleuten aus Stade war klar: Zu retten gab es auch in diesem Fall nichts mehr. 100 Feuerwehrleute aus beiden Zügen der Ortsfeuerwehrwehr Stade, der Ortswehr Wiepenkathen sowie der Ortswehr Bützfleth mit der Löschgruppe Bützflether Moor bekämpften den Großbrand. Trotz des massiven Löscheinsatzes unter schwerem Atemschutz, konnte das Gebäude nicht gehalten werden und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auch zwei Drehleitern waren im Einsatz.

Bewohner können unverletzt vor den Flammen flüchten

In dem Haus wohnten zwei Männer im Alter von 51 und 55 Jahren. Sie wurden durch Passanten aus dem Haus geklingelt und auf das Feuer aufmerksam gemacht. Unverletzt, aber nur mit den Sachen, die sie am Leib trugen, konnten sie aus dem brennenden Haus flüchten. Beide wurden von Mitarbeitern der Stadt Stade in Empfang genommen. Sie kümmerten sich auch um Ersatzwohnungen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.  Der alarmierte Rettungsdienst brauchte nicht eingreifen. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf mindestens 200.000 Euro.

Rauch über ganz Stade zu sehen

Mit einem Bagger mussten Teile des Gebäudes eingerissen werden. Nur so konnten die Einsatzkräfte an alle Glutnester gelangen. Die wurden auch mit Schaum abgelöscht. Die Arbeiten der Feuerwehr Stade dauerten bis Mittag. Der Rauchpilz war schon von weitem über dem Stadtgebiet zu sehen. Verbrannte Strohfetzen wurden über die Straße, in die Nachbargärten bis in weiter gelegene Bereiche geweht.

Polizei hat keine Spur zum Feuerteufel von Stade

Die Polizei Stade nahm noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf. Genaue Ergebnisse werden aber erst in den nächsten Tagen erwartet. Dann sollen auch die Untersuchungen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade anlaufen. Bereits am 23. März 2015 war es zu einem Brand an dem Haus gekommen. Damals konnte das Feuer von der Feuerwehr noch schnell gelöscht werden. Eine Ausbreitung auf das gesamte Dach wurde verhindert. In dem Fall wurde wegen Brandstiftung ermittelt, jedoch bisher der Feuerteufel nicht gefasst. Ob auch im aktuellen Fall Brandstifter am Werk waren, kann bisher noch nicht gesagt werden. Die Polizei ermittelt hier in alle Richtungen. Auch, ob der Brand in direktem Zusammenhang mit dem Brand eines Stroh gedeckten Hauses nur wenige Hundert Meter entfernt am 28. November 2015 steht, bleibt abzuwarten. Auch hier laufen die Ermittlungen derzeit noch.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here