Bei einem Großbrand in Menden hat die Feuerwehr Menden im Stadtteil Bösperde 12 Menschen über Leitern aus einem brennenden Gebäude gerettet. Die Löscharbeiten waren kompliziert. Foto: Feuerwehr Menden
Bei einem Großbrand in Menden hat die Feuerwehr Menden im Stadtteil Bösperde 12 Menschen über Leitern aus einem brennenden Gebäude gerettet. Foto: Feuerwehr Menden

Menden – Bei einem Großbrand in Menden hat die Feuerwehr Menden im Stadtteil Bösperde zwölf Menschen zum Teil über Leitern aus einem brennenden Gebäude gerettet. Sechs Personen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Bei den Rettungsmaßnahmen verletzten sich auch vier Feuerwehrleute leicht. Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Menden befanden sich im Einsatz.

Wohnungsbrand zündet kurz nach Rettung durch

Der Alarm wurde durch die Leitstelle um 19.24 Uhr ausgelöst. Zunächst rückten die Löschzüge der Feuerwache und Menden-Nord (Löschgruppen Bösperde, Halingen und Schwitten) zur Landwehr aus. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen mehrere Bewohner an den Fenstern im Obergeschoss. Dichter Qualm hüllte die Personen ein.

Mit tragbaren Leitern und der Drehleiter konnten die Bewohner in sprichwörtlich letzter Sekunde gerettet werden, bevor nur Augenblicke später die Wohnung durchzündete. Insgesamt rettete die Feuerwehr Menden 12 Personen aus dem Gebäude, sechs von ihnen mussten mit dem Verdacht einer Rauchvergiftung im Krankenhaus Menden behandelt werden.

Großbrand in Menden in verwinkeltem Haus

Wegen der dramatischen Lage wurde umgehend auch Zugalarm für den Löschzug Mitte gegeben, um in kürzester Zeit ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben. Die Brandbekämpfung in dem verwinkelten Haus gestaltete sich schwierig. Unzählige Atemschutztrupps waren notwendig, um das Feuer zu bekämpfen. Wegen der hohen Anzahl an Verletzten befanden sich auch der Leitende Notarzt sowie der Rettungsdienst benachbarter Städte im Einsatz. Zur Betreuung der betroffenen, aber nicht verletzten Personen wurde das Deutsche Rote Kreuz (DRK) alarmiert. Zu Höchstzeiten befanden sich rund 100 Einsatzkräfte an der Landwehr in Bösperde. Währenddessen besetzten die Löschgruppen Lendringsen das Gerätehaus am Walzweg, um für Paralleleinsätze im Stadtgebiet bereit zu stehen.

Löscharbeiten: Feuer frisst sich in Zwischendecken

Die Nachlöscharbeiten dauerten die gesamte Nacht an, das Feuer hatte sich in die Zwischendecken des Dachbereichs gefressen. Da auch die Böden zum Teil nicht mehr tragfähig waren, fanden die mühsamen Löschmaßnahmen vor allem von außen über die Drehleiter statt.

Zur Ablösung der bereits seit Stunden im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute rückten im Laufe der Nacht auch die Löschgruppen Oesbern und Lendringsen aus. Bis dahin waren mehr als 60 Atemschutzgeräte verbraucht worden, noch in der Nacht lieferte die Feuerwehr Iserlohn zusätzlich 20 Atemschutzgeräte für die weiteren Einsatzmaßnahmen.

Gegen 7 Uhr am nächsten Vormittag wurde die Löschgruppe Bösperde erneut alarmiert, um die Einsatzkräfte aus dem Mendener Süden abzulösen. Noch bis in den Mittag dauerten die Absperr- und Aufräummaßnahmen an. Das Haus ist unbewohnbar, das Ordnungsamt brachte die Bewohner in Notunterkünften unter.

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