Löste Explosion Feuer in Quickborn aus?

120 Einsatzkräfte aus vier Feuerwehren sind in Quickborn im Einsatz. Ein Reihenhaus steht in Flammen. Der Großbrand ist noch nicht unter Kontrolle.

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Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in Quickborn. Foto: Screenpic
Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in Quickborn. Foto: Screenpic

Quickborn – In Quickborn im Landkreis Pinneberg brennt in der Feldstraße ein Zweifamilienhaus in voller Ausdehnung. Die ersten Kräfte der freiwilligen Feuerwehr haben eine Person gerettet, die mit einer leichten Rauchvergiftung von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Aktuell sind bei dem Brand 120 Kräfte aus den vier freiwilligen Feuerwehren Quickborn, Bilsen, Hasloh und Bönningstedt im Einsatz. Darunter sind auch drei Drehleitern unter anderem aus Pinneberg. Die Kräfte versuchen derzeit, eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Bei eisigen Temperaturen und auf den Wegen gefrierendem Löschwasser dauern die Löscharbeiten bei dem Großfeuer in Quickborn zur Stunde noch an.

Übergreifen musste verhindert werden

Vermutlich noch bis in den Abend des Mittwoch werden sich die Löscharbeiten hinziehen. Der Alarm ging kurz vor 11.30 Uhr bei der Leitstelle ein. Innerhalb weniger Minute wurde die Alarmstufe auf Feuer 2 Züge mit der Nachalarmierung der Feuerwehr Bilsen erhöht. Benötigt wurden in erster Linie Atemschutzgeräteträger. Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Doppelhaus mit einer angebauten Doppelgarage. An diese schließt sich direkt ein weiteres Einfamilienhaus an. Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs schlugen Flammen aus dem Erdgeschoss der rechten Doppelhaushälfte; dichter Rauch drang aus dem kompletten Gebäude. Das Feuer hatte bereits den linken Flügel erfasst. Erste Maßnahmen waren die Personenrettung, bei der eine Frau mit leichter Rauchvergiftung an den Rettungsdienst übergeben werden konnte, sowie die Brandbekämpfung. Das Hauptaugenmerk von Einsatzleiter Daniel Nagel lag darauf, ein Übergreifen des Feuers auf die Doppelgarage und von da aus auf das Einfamilienhaus zu verhindern. Das ist durch den massiven Einsatz mit Wasser aus mehreren Strahlrohren gelungen. Das Doppelhaus selbst, das mit viel Holz ausgebaut wurde, brannte fast vollständig aus oder erlitt durch das Löschwasser einen Totalschaden. Problematisch war, die Brandnester in den Wänden und Zwischendecken zu erreichen. Wegen einer zwischenzeitlich befürchteten Einsturzgefahr war der Innenangriff für einige Zeit unterbrochen worden. Mittlerweile sind die Kräfte wieder im Gebäude tätig.

Feuer auf allen Etagen

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Den Einsatzkräften gelang es mit enormen Anstrengungen, die beiden Nachbarhäuser in der dicht bebauten Straße zu retten, berichtet das Abendblatt in seiner Onlineausgabe. Die Flammen haben demnach in allen Etagen des Gebäudes mit drei Wohnungen gewütet, das von den Mitgliedern einer Familie bewohnt wird.

Ermittlungen in Quickborn in den nächsten Tagen

Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt. Aber Anwohner und Nachbarn in Quickborn sprachen von einer Explosion, der eine heftige Flammenwand folgte. Ob diese Angaben stimmen und was genau detoniert ist, das muss nun ermittelt werden. Unklar ist, wann genaue Informationen der Polizei zu den Untersuchungen am Brandort vorliegen werden. Die Experten der Brandermittlung können erst nach Abschluss der Löscharbeiten mit ihren Ermittlungen beginnen.

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