Mayday nach Durchzündung in Marne

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Feuerwehrleute trauern in Marne um ihren Kameraden, der Opfer einer Durchzündung wurde. Foto: Screenshot
Feuerwehrleute trauern in Marne um ihren Kameraden, der Opfer einer Durchzündung wurde. Foto: Screenshot

Marne – Der genaue Hergang des Atemschutzunfalls in Marne, bei dem am 6. Dezember ein 31 Jahre alter Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr getötet wurde, liegt weiter im Dunkeln. Hans-Werner Heise von Polizeidirektion Itzehoe teilte auf Nachfrage des Online Feuerwehrmagazins  „Alles Feuerwehr“ mit: „Der Bericht der Rechtsmedizin steht immer noch aus und weitere neue Anhaltspunkte haben sich nicht ergeben.“ Fest steht bisher nur, dass der Großbrand in Marne eine technische Ursache hat. Wie lange die Ermittlungen zu den Ereignissen und zum Innenangriff nach der Durchzündung noch dauern, ist unklar.

Orientierung nach Durchzündung verloren?

Ein Feuerwehrmann, der im Rettungstrupp eingesetzt war, hatte gegenüber shz.de berichtet, dass sein Kamerad offenbar nach einer Durchzündung im Dach des Hauses die Orientierung verloren haben muss. Anfangs habe es kaum Rauch gegeben. Drei Trupps seien in das Gebäude eingedrungen, um das Feuer zu suchen. Der Rauch habe sich schlagartig verfärbt. Ein Zeichen für den Rückzug. Offenbar hat der 31 Jahre alte Gruppenführer zu diesem Zeitpunkt die Orientierung und den Kontakt zum Schlauch verloren. Kurz nach der Durchzündung meldete er sich nach Angaben seines Kameraden das letzte Mal über Funk. Direkt aus dem Feuer kam der Notruf: „Mayday, Mayday, Mayday.“ Minuten später fand ihn der Rettungstrupp sieben Meter von einer Tür entfernt. Die Männer konnten ihren Kameraden nur noch tot bergen.

Atemschutzunfall von Marne Trauer um Feuerwehrmann in Marne Ermittlungen nach Unfall

 

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