Mönchengladbach: So hilft Feuerwehr zwei Mädchen auf die Welt

Für die Fahrten in eine Klinik war keine Zeit mehr. Die Feuerwehrleute in Mönchengladbach halfen gemeinsam mit einem Notarzt den Müttern und ihren Töchter zu Hause.

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Zu zwei seltenen Einsätzen mussten Oberbrandmeisterin Monika Skorjanz und Brandmeister Orhan-Ali Kaya von der Feuerwehr Mönchengladbach ausrücken. Sie wurde zu Geburtshelfern. Foto: Frank Nießen
Zu zwei seltenen Einsätzen mussten Oberbrandmeisterin Monika Skorjanz und Brandmeister Orhan-Ali Kaya von der Feuerwehr Mönchengladbach ausrücken. Sie wurde zu Geburtshelfern. Foto: Frank Nießen

Mönchengladbach – Das hätten sich Oberbrandmeisterin Monika Skorjanz und Brandmeister Orhan-Ali Kaya von der Feuerwehr Mönchengladbach nicht träumen lassen, als sie ihren Dienst auf der Feuer- und Rettungswache III im Stadtteil Rheydt angetreten haben. Kurz nacheinander mussten die beiden Feuerwehrleute in einer Schicht mit dem Rettungswagen zu gleich zwei Einsätzen ausrücken, um Müttern bei der Geburt ihrer Kinder zu helfen. Zwei Mädchen hatten es kurz nacheinander jeweils so eilig, dass  eine Fahrt die Geburtsklinik nicht mehr möglich war.

Wie viele Hausgeburten gibt es in Deutschland?

Für die beiden Feuerwehrleute der Feuerwehr Mönchengladbach waren diese Einsätze auch besondere Erfahrungen. Nicht nur, dass sie gleich zwei Mal hintereinander zu Geburtshelfern wurden. In Deutschland kommen nämlich nach einer Studie weniger als zwei Prozent der Kinder bei einer Hausgeburt zur Welt. Bezogen auf Mönchengladbach entspricht das einem Anteil von etwa einer Hausgeburt je Woche. Wobei nicht in jedem Fall die Feuerwehr dabei sein dürfte.

Deshalb war eine Fahrt ins Krankenhaus in Mönchengladbach nicht möglich

Von Oberbrandmeisterin Monika Skorjanz und und ihrem Kollegen, Brandmeister Orhan-Ali Kaya,  wurde dann auch einiges abverlangt.  Beim Eintreffen waren die Geburten jeweils schon soweit fortgeschritten, dass ein Transport in ein Krankenhaus nicht mehr in Frage kam. Der Notarzt und weitere Kräfte mussten nachgefordert. Die beiden Rettungsassistenten konnten aber vor Ort die notwendige medizinische und begleitende Unterstützung beim Geburtsvorgang unverzüglich und fachmännisch leisten.

In beiden Fällen überstanden die Mütter sowie ihre neu geborenen Töchter die Geburten bei guter Gesundheit. Die Freude, so der Sprecher der Feuerwehr Mönchengladbach, Frank Nießen, sei bei den Müttern und den zahlreichen Helferinnen und Helfern groß gewesen.

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