Rettung aus reißender Strömung der Ruhr

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In der Strömung der Ruhr haben Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum die Wasserrettung gemeinsam mit der DLRG trainiert. Foto: Feuerwehr Bochum
In der Strömung der Ruhr haben Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum die Wasserrettung gemeinsam mit der DLRG trainiert. Foto: Feuerwehr Bochum

Bochum – Drei Tage lang haben Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum zusammen mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Hattingen-Süd die Rettung von Personen aus starken Strömungen an der Ruhr trainiert. Egal ob bei eisigen Temperaturen, die auch jetzt noch vorherrschen, oder im Hochsommer bei extremer Hitze: Die Retter müssen auf Unfälle am und im Fluss vorbereitet sein.

Falscher Eindruck von der Ruhr

Die weit verbreitete Meinung, dass die Ruhr ein Fluss ohne besondere Gefahren sei, ist nach Ansicht der Berufsfeuerwehr Bochum falsch. Insbesondere im Bereich der Buhnen entstehen tückische Strömungen, die auch schon bei niedrigem Wasserstand zu lebensgefährlichen Situationen führen können. Obwohl das Schwimmen in der Ruhr unter anderem deshalb verboten ist, kommt es dort immer wieder vor, dass Personen im Fluss in Not geraten. Schnelles und sicheres Handeln ist dann die oberste Prämisse. Zusammen mir der DLRG Hattingen-Süd fand aus diesem Grund das dreitägige Training „Strömungsrettung“ an besonders gefährlichen und unfallträchtigen Stellen des Flusses statt.

Test für neues Rettungsmaterial

Während der drei Übungstage wurden mehrere Szenarien in unterschiedlichen Konstellationen angenommen und für die Retter vorbereitet. So mussten sich die Rettungskräfte beispielsweise von der gut 20 Meter hohen Ruhrbrücke in Hattingen zu einem verletzten Schwimmer in die Strömung der Boots-Rutsche abseilen. Auch die Rettung eines verletzten Kanufahrers aus dem Wehr am Campingplatz Ruhrstraße wurde trainiert. Die besondere Herausforderung dieser Übung bestand darin, dass der Verletze möglichst schonend durch das 1,6 Meter hohe Wehr zur anderen Uferseite transportiert werden musste. Neben den Rettungstechniken wurden auch neue Materialen getestet, die den Rettern der Berufsfeuerwehr Bochum das Arbeiten erleichtern sollen, zugleich aber auch mehr Sicherheit gewähren.

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