Sauerei – Alarm für Feuerwehr zur Wildschweinjagd in Heide

Zwei freilaufende Wildschweine sorgten in der Innenstadt von Heide für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Es gab dabei Verletzte.

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Das Ende eines Wildschweinlebens: Eins der Tiere, die in Heide auf dem Markt wüteten, musste erschossen werden. Foto: RKiSH
Das Ende eines Wildschweinlebens: Eins der Tiere, die in Heide auf dem Markt wüteten, musste erschossen werden. Foto: RKiSH

Heide – Klingt zunächst lustig, war es aber nicht: Zwei Wildschweine waren haben sich auf eigene Faust auf den Weg in die Innenstadt  von Heide gemacht. Doch das Borstenvieh ist dort nicht einfach nur spazieren gegangen. Die Tiere haben auf ihrem Weg mehrere Menschen teilweise schwer verletzt und etlichen Schaden angerichtet. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst hatte gut zu tun, die Verletzten zu versorgen und einen der Vierbeiner zu bändigen. Dem anderen Wildschwein gelang die Flucht.

Situation in Heide lebensgefährlich

Die Situation in der Innenstadt von Heide war nach Einschätzung der Einsatzleitung tatsächlich lebensgefährlich. Aus dem Ausflug der Wildschweine wurde ein nicht alltäglicher Einsatz auf dem Marktplatz der Stadt und in der angeschlossenen Fußgängerzone. Kurz nach 9 Uhr liefen die ersten Notrufe in der Leitstelle in Elmshorn ein.  Die Anrufer berichteten von freilaufenden Wildschweinen in der City von Heide.

Vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte floh ein Wildschwein in die Sparkasse. Dort verletzte das Tier einen Angestellten und vor dem Gebäude einen Passanten schwer. Zuvor hatte es schon im Geschäft eines Optikers eine Rentnerin angegriffen und die Glastür beschädigt. Mehrere Sparkassenangestellte flüchteten in ihre Büros und wurden von der Feuerwehr über eine Rettungsplattform aus ihrer Zwangslage in dem Gebäude geholt. Ein anderer Weg war nicht mehr möglich. Das Wildschwein war bereits im Vorraum der Bank von Einsatzkräften der Polizei festgesetzt worden. Um eine weitere Gefährdung und Schaden durch das aggressive Tier zu verhindern, erlegte ein Jäger den Keiler im Verlauf des Einsatzes vor dem Gebäude.

Wildschweinangriff in Heide: Vier Verletzte in Klinik

Die Bilanz des tierischen Ausflugs: Insgesamt wurden vier Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Vier weitere Menschen erlitten einen so großen Schreck, von dem sie sich nach Betreuung durch den Rettungsdienst aber ohne Klinikaufenthalt – erholen mussten. Allein der Rettungsdienst war mit gut 20 Kräften, insgesamt sechs Rettungswagen (RTW), einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), dem Organisatorischen Leiter (OrgL), dem A-Dienst und dem Team der Presse-Betreuung bei dem über zweistündigen Geschehen im Einsatz.

Übrigens: Das geflohene Wildschwein, eine Sau, wurde von Polizisten und Jägern im Stadtgebiet gesucht. Allerdings erfolglos, kurz vor 13 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach Information eines der vor Ort eingesetzten Jäger hat es sich bei dem getöteten Wildschwein um einen 70 Kilogramm schweren, so genannten bunten Keiler gehandelt. Das etwa zwei Jahre alte Tier könnte möglicherweise im Zuge der Mais-Ernte aus einem Feld aufgescheucht worden sein.

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