Tier in Not: Feuerwehr Essen zieht Pferd „Laptop“ aus Bach

Die Feuerwehr Essen musste das in einem Bach verunglückte Pferd "Laptop" retten. Der Einsatz eines Radladers scheiterte. Erst der Kran konnte dem Tier helfen.

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Ein Tierarzt hat das Pferd
Ein Tierarzt hat das Pferd "Laptop" während der komplizierten Rettung durch die Feuerwehr Essen versorgt. Foto: Feuerwehr Essen

Essen-Byfang – Ein 18 Jahre alter, rund 600 Kilogramm schwerer Wallach namens „Laptop“ hat in Byfang, einem Stadtteil von Essen, verbotenes Terrain betreten. Die Folge war ein schwieriger Einsatz der Feuerwehr Essen. Das Pferd, hatte sich auf ein von seiner Weide abgeteiltes Gelände begeben. Dort war es in einen Bach gerutscht. Als die Stallmeisterin des Reitervereins die Tiere in den Stall holen wollte, bemerkte sie das Desaster. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr und weitere ehrenamtliche Helfer. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war denen sofort klar, dass das eine anspruchsvolle Tierrettung werden würde.

Radlader kann „Laptop“ nicht helfen

Die Zugänglichkeit zur Unglücksstelle führte über eine morastige, knöcheltiefe Wiese, eine Anfahrt mit den schweren Fahrzeugen der Feuerwehr Essen war unmöglich. An der gegenüberliegenden Seite stand zwar ein Radlader, wegen der Hanglage schied aber auch er als Hilfsmittel aus. Zu groß war das Risiko, dass das Fahrzeug unter der Last vornüber kippen könnte. So entschied sich der Einsatzleiter der Feuerwehr Essen für den Einsatz der hydraulischen Seilwinde des Feuerwehrkranes. Das Seil wurde so weit wie möglich abgerollt und mit zwei zusätzlichen Drahtseilen auf die richtige Länge gebracht.

Pferd kommt nur schwer wieder auf die Beine

Der zwischenzeitlich eingetroffene Tierarzt gab dem Unglücksraben „Laptop“ Beruhigungsmittel, und dann führten Feuerwehrleute und Arzt eine Schlinge unter dem Tier hindurch. Keine leichte Aufgabe im Morast und im fließenden Wasser. Mehrere Ansätze und viel Fingerspitzengefühl beim Bedienen der Seilwinde waren schließlich nötig, bis „Laptop“ nach knapp zwei Stunden schließlich wieder auf festem, ebenen Boden lag. Der Tierarzt verabreichte kreislaufstabilisierende Mittel. Eine Infusion tat ihr Übriges. Nach etwa einer weiteren Stunde wachte das Pferd langsam auf, und seither versuchte das Tier bereits mehrfach, auf die Beine zu kommen. Nach aktuellen Informationen der Feuerwehr in Essen ist das jedoch noch nicht gelungen. Die schwierige, lebensbedrohliche Situation hat das Tier wohl sehr stark belastet.

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