Unwetter: Ein Toter, Verletzte und Brände

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Nach einem heftigen Gewitter ist in Stade ein Reetdachhaus in Flammen aufgegangen. Foto: Polizei
Nach einem heftigen Gewitter ist in Stade ein Reetdachhaus in Flammen aufgegangen. Foto: Polizei

Hamburg/Stade – Heftige Unwetter haben am Dienstag vor allem über Norddeutschland gewütet. Tief „Zoran“ hatte es heftig krachen lassen. Bei dem Unwetter  wurde in Hamburg ein Autofahrer von einem herabstürzenden Dach getötet, mehrere Menschen durch herumfliegende Teile verletzt. Bäume wurden durch den Sturm, der teilweise Böen von mehr als 100 Kilometer pro Stunde hatte, entwurzelt. Straßen standen in Hamburg unter Wasser, der S-Bahnverkehr war zeitweise eingeschränkt. In der Leitstelle der Feuerwehr gingen bis 21 Uhr fast 300 Notrufe ein. Die Berufsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst vor dem heftigen Unwetter gewarnt.

Feuerwehr muss Keller auspumpen

Im Landkreis Stade richtete am späten Dienstagnachmittag ein schweres Gewitter ebenfalls erhebliche Schäden an. In Oldendorf musste die Feuerwehr mehrere überflutete Keller auspumpen. In Stade wurde der Verkaufsraum eines Betten-Geschäfts durch Wasser in Mitleidenschaft gezogen. Auch hier musste die Feuerwehr, den Schaden nach dem Unwetter beseitigen und das Wasser abpumpen. Zwischen Immenbeck und Moisburg wurde eine Straße durch  Starkregen überflutet und stark verschlammt.

Einsatzkräfte haben keine Chance

Den größten Schaden richtete das Gewitter im Kreis Stade in Fredenbeck an. Hier schlug gegen 17 Uhr ein Blitz in ein Reetdachhaus ein. Nachbarn hatten ein lautes Knallen gehört und danach das Feuer bemerkt.  Etwa 100 Feuerwehrleute aus den Ortswehren Fredenbeck, Schwinge, Deinste, Kutenholz, Mulsum und Wedel wurden alarmiert. Trotz des enormen Löscheinsatzes konnte das etwa 15 mal 15 Meter große, renovierte ehemalige Bauernhaus aus Fachwerk und ein ein  4 mal 10 Meter großes Nebengebäude von den Einsatzkräften der Feuerwehr nicht gehalten werden. Ein Übergreifen der Flammen auf  umliegende Gebäude verhinderten die Einsatzkräfte jedoch. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei rund 400.000 Euro.

 

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