Wangels: 120 Feuerwehrleute kämpfen gegen Brand in Lagerhalle

Eine Lagerhalle in Wangels in Schleswig-Holstein ist bei einem Großbrand zerstört worden. Die Feuerwehr hatte Probleme mit dem Löschwasser.

0
In Wangels ist ein Bauernhof komplett abgebrannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Foto: Hartmut Junge
In Wangels ist ein Bauernhof komplett abgebrannt. Foto: Hartmut Junge

Wangels – Eigentlich rückten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wangels (Kreis Ostholstein) aus, weil sie über den Notruf zum Brand eines Traktors auf einem Bauernhof gerufen wurden. Doch schon auf der Anfahrt zum Einsatzort sahen die Einsatzkräfte, dass auf dem Bauernhof in der Gemeinde Lensahn mehr als nur der Traktor brannte. Die Lagerhalle stand vollständig in Flammen, in der das Fahrzeug stand.

In der Scheune waren überwiegend Großmaschinen, Heu und Stroh unterbracht. Ideales Futter also für das Feuer, das sich rasend schnell ausbreitete.  Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst schwierig: Das Wasser musste aus einer etwa 500 Meter entfernten Wasserstelle geholt werden. Au diesem Grund entschied sich der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wangels auch schnell, mehrere Tanklöschfahrzeuge aus den umliegenden Wehren zur Einsatzstelle zu alarmieren. Rund 125 Kräfte der Feuerwehren aus den Gemeinden Wangels, Schönwalde und Lensahn, sowie aus Neustadt und Oldenburg in Holstein und die Feuerwehtechnische Zentrale des Kreises Ostholstein waren schließlich unter anderem auch mit einer Drehleiter  im Einsatz. Die Einsatzkräfte wurden von der DRK-Bereitschaft Göhl mit Essen und Getränken versorgt. Kreiswehrführer Thorsten Plath machte ebenfalls vor Ort ein Bild von der Lage.

Nachdem das Großaufgebot an Einsatzkräften das Feuer unter Kontrolle gebracht hatten, entschied sich die Einsatzleitung, das brennende Stroh mit einem Bagger aus der Scheune zu holen und auf dem Außengelände ablöschen zu lassen. Dazu waren viele Atemschutzgeräteträger nötig, die bis in den folgenden Vormittag hinein nach und nach von umliegenden Feuerwehren aus den Ämtern Lensahn und Oldenburg Land nachalarmiert wurden.

Noch in der Brandnacht nahm auch die Kriminalpolizei ihre Arbeit an der Einsatzstelle auf. Zur konkreten Ursache des Brandes und zum Schaden, der entstanden ist, konnten aber noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen würden andauern, hieß es von der Polizei in Lübeck.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT